First Contact – Die Fortsetzung von Neil Stubbings Lost and Found
Ganz wie wir uns das von Science Fiction Episoden wie Star Wars gewohnt sind, ist auch hier die Zeitebene etwas verschachtelt und wir begannen damals mit Lost and Found nicht mit dem Anfang, sondern irgendwo in der Mitte der Geschichte. So kommt es, dass der zweite Teil mit dem Titel First Contact der Anfangspunkt unserer Odyssee bildet.
Wir haben damals die Stilrichtung schon recht genau festgelegt, indem wir dem Ambiente einen durchwegs heruntergezupften Touch gaben und die musikalische Ebene im Stil der 50er Jahre Sci-Fi Filme belegten. Dieses Schema sollte sich natürlich in der Fortsetzung wieder finden. Was jedoch neu dazu kommt, ist die Erzählform aus verschiedenen Kamerawinkeln. Wo wir damals noch alles aus der Ich-Perspektive sahen, sehen wir heute eine Kombination aus eben dieser Ich-Perspektive und anderen Kamerapositionen. Dies lässt uns die Soundebene umso dynamischer gestalten, da wir diverse Töne die vom Protagonisten ausgehen aus verschiedenen Winkeln und räumlichen Positionierungen hören. Ein interessantes Beispiel dafür, ist die Ess-Szene in der Küche. Hier wechseln wir mit dem Kaugeräusch vom halligen Raum unmittelbar in den Kopf der essenden Person und hören die Kaugeräusche direkt, ohne Reverb und auf voller Lautstärke, da dieses Geräusch ja direkt hinter den Ohren, im Mund des Protagonisten erzeugt wird. Ein zweites solches Beispiel ist der Wechsel vom Treppenhaus auf die Strasse ins Freie.
Diese Episode war in vieler Hinsicht schneller und effektiger als ihr Vorgänger. Dies wegen der verschiedenen Räume und Kamerapositionen, sowie allgemein mehr Ereignissen in der Story. Wir haben ein Raumschiff, eine Verfolgungsjagd, und eine Flasche die einem über den Kopf gezogen wird. Die Herausforderung lag also nicht mehr darin aus der Ruhe Spannung zu erzeugen. Viel mehr ging es darum, die vielen Tempowechsel in der Geschichte so dramatisch wie möglich zu gestalten. Dies geschieht einerseits durch die Unterstützung eines passenden Scores, und andererseits durch den unvermittelten Einsatz des Tempowechsels und die extra dafür geschaffte Ruhe davor.
Wir freuen uns auf den dritten Teil, der hoffentlich kommen wird und sind gespannt darauf welchen Herausforderungen wir uns dann stellen dürfen!
Ps: Der Clip ergatterte den zweiten Platz am Onedotzero Event 2009